malt'n'more goes Wildparkstadion
Man muss kein Fußballfan sein, um ins Stadion zu gehen. Es muss nicht einmal ein Spiel stattfinden. Ein leeres Stadion hat tatsächlich seinen ganz eigenen Reiz. Den durften wir am 24. Oktober 2026 kennenlernen, als uns Felix Bauer, Teamleiter Facility Management im Wildparkstadion, eine exklusive Führung hinter die Kulissen gegeben hat.
Ob Konzert oder Sportevent. Jeder, der schon einmal mit zehntausenden von Menschen in einem Stadion war weiß, es erfordert eine enorme Infrastruktur, den Menschenmassen vor Ort ein rundum zufriedenstellendes Besuchserlebnis zu bieten. Denn, ganz unabhängig wie gut das Spiel oder die Show ist, Bewirtung, Sicherheit und Logistik müssen passen. Und da steckt einiges an Planung, Technik und Sachverstand dahinter. Davon hat Felix jede Menge. Er begrüßte uns am Haupteingang und führte uns als erstes zu den Spielerkabinen, wo uns sofort der für Sportumkleiden so typische Duft nach abgestandenem Schweiß umfing. Da die Einrichtung fortlaufend zum Training genutzt wird, stehen in den Regalen überall Sportklamotten und Fußballschuhe rum und miefen vor sich hin.
Im Pressekonferenzraum nebenan hatten die KSC-Fans unter uns riesen Spaß, für Fotos auf dem Trainerstuhl vor der Logo-Wand Platz zu nehmen und sich "den Fragen der Journalisten" zu stellen.

Danach führte uns Felix durch den Tunnel direkt aufs Spielfeld. Wie heißt es so schön - die Wahrheit liegt auf dem Platz. Diesen zu betreten (natürlich nur den Spielfeldrand, auf keinen Fall auf den Rasen!), vermittelte uns die Perspektive, die sonst nur die Spieler zu sehen bekommen. Wie muss es sich anfühlen, wenn einen hier 35.000 Menschen anfeuern! Wir nahmen uns Zeit, um diese besondere Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Ralf hatte natürlich einen guten Whisky dabei. Der perfekte Ort, um sich einen Dram zu gönnen.

Natürlich probierten wir auch die sehr komfortablen Spielerbänke aus. Von "Bank" kann keine Rede sein. Ergonomisch, gut gepolstert und sogar beheizbar kann man hier sehr bequem auf seinen Einsatz warten.

Über die VIP-Tribüne ging's nun hinauf zu den Lounge-Bereichen. Von Stockwerk zu Stockwerk werden diese exklusiver, stilvoller eingerichtet und teurer. Schon schick, was einem hier geboten wird. Für sein außergewöhnliches gastronomisches Angebot wurde der Wildpark sogar mit dem internationalen ‚Best Food & Drink Award‘ der The Padded Seat Awards 2025/26 ausgezeichnet und belegte damit den ersten Platz im internationalen Vergleich. Wenn's ums Essen und Trinken geht, haben wir sogar Paris Saint-German und den FC Chelsea abgehängt! Man muss eben seine Stärken kennen und gezielt einsetzen.

Die berühmt-berüchtigte Phönixbar unter dem Dach des Stadions wirkt ohne den Trubel nach einem Spiel recht nüchtern. Man kann sich jedoch sehr gut vorstellen was hier oben abgeht, wenn der DJ auflegt und das Bier in Strömen fließt.

Hier oben befinden sich auch die Räume für die Medienübertragungen, Security und Feuerwehreinsatz. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Überblick über das gesamte Stadion. Die Detailgenauigkeit der Überwachungskameras ist beeindruckend: Selbst die Bildschirme einzelner Smartphones lassen sich auf den Monitoren so weit heranzoomen, dass man mitlesen kann.

Zum Schluss führte uns Felix noch ganz nach unten, tief unter die Tribünen. Hier verbirgt sich das technische Herz des Wildparks: die Lüftungs-, Heizungs-, Klima-, Wasser- und Versorgungstechnik, ohne die der Stadionbetrieb nicht funktionieren würde. Blitzsauber und aufgeräumt sah es aus, ein Eindruck der durch die silberne Ummantelung sämtlicher Rohre und Leitungen, die hier unten durch führten, noch betont wurde. Hier wurde eindeutig klar, was an Sachverstand nötig ist, um all das zu beherrschen. Respekt!

Ganze zweieinhalb Stunden lang durften wir hinter die Kulissen des Wildparks blicken. Ein Besuch, der sich absolut gelohnt hat, selbst für alle, die sich eigentlich gar nicht für Fußball interessieren. Denn die Infrastruktur eines Stadions ist eine Welt für sich. Umso spannender war es, diese aus nächster Nähe kennenzulernen und Bereiche zu entdecken, die den meisten Besuchern verborgen bleiben. Das hat jede Menge Spaß gemacht!
Ein herzliches Dankeschön an Felix Bauer für die informative und kurzweilige Führung!









